Vorsicht vor Privatoffenbarungen wie "Die Warnung": Das sagt die katholische Kirche dazu!

Vorsicht vor Privatoffenbarungen wie "Die Warnung": Das sagt die katholische Kirche dazu!


Vorsicht vor Privatoffenbarungen:
Botschaften wie die Warnung (Das
Buch der Wahrheit), JNSR,
Manduria, die Annbotschaften
und andere Botschaften.Sie müssen
geprüft werden!
Privatoffenbarungen gibt es nahezu wie Sand am Meer. Und das ist keine Gnade. Vielmehr bergen die angeblichen Botschaften vom Himmel oftmals eine ungeahnte Gefahr: Statt zu Jesus und seiner Heiligen Katholischen Kirche führen sie in einen haltlosen Glauben, der mal mehr, mal weniger und mal verdeckt zu Ungehorsam gegenüber der Kirchenobrigkeiten aufruft. Skandalmeldungen wie die des Bischofs von Limburg wirken – wenn auch vielleicht ungewollt – wie ein Katalysator: Die Gläubigen fangen an, der Kirche und ihren Vertretern zu misstrauen.

Privatoffenbarungen wie die Warnung (Das Buch der Wahrheit), JNSR, Manduria, die Annabotschaften usw. – sind sie alle echt?

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen 

Die Bibel gibt klare Anweisungen, wie man Falschmystik und Falschoffenbarungen ausmachen kann: Im Matthäusevangelium Kapitel 7 Vers 16 steht geschrieben: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen."


Und was sind gute oder schlechte Früchte?


Gute Früchte sind zweifelsohne:

  • eine Hinführung zu Jesus
  • Glaubensstärkung
  • Hoffnung
  • Liebe
  • Geduld
  • Einsicht
  • Friedfertigkeit
  • Gehorsam gegenüber der Kirche
  • eine Hinführung und Vertiefung des katholischen Glaubens
  • Versöhnlichkeit
  • rechter Glaube
  • Ruhe und Friede im Herzen

Schlechte Früchte hingegen sind:

  • Rechthaberei
  • Zank und Streitereien/Streitlust
  • Wut
  • Zorn
  • Ungehorsam gegenüber der Kirche und deren Vertretern 
  • Unfriede
  • Unruhe im Herzen
  • Wegführen vom katholischen Glauben
  • Unversöhnlichkeit
  • Ungeduld
  • Verwirrung
  • Übertreibungen im Guten (zum Beispiel die Aufforderungen, einen regelrechten Gebetsmarathon zu verrichten)
  • Vernachlässigung der Pflichten (Familie, Beruf)

Vorsicht vor Privatoffenbarungen, die das Papsttum oder den Papst angreifen


Zahlreiche Privatoffenbarungen propagieren, es werde ein Papst kommen – oder er sei sogar schon da –, der mit dem Antichristen im Bunde stehe. Man möchte ja glauben, dass an diesem Punkt der Irrsinn entlarvt sei. Keinesfalls! Hier scheint der schlechte Keim gar prächtig zu gedeihen. Nicht wenige Gläubige lassen sich von solchen Botschaften schlicht verführen und merken gar nicht, wie sie genau das tun, wovor die Bibel warnt:

(Matthäus 7,1)  Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.

Und noch schlimmer:

Ganz nebenbei laufen Privatoffenbarungs-Anhänger mitunter auch Gefahr, sich des formalen Schismas schuldig zu machen, wenn sie den Papst ablehnen. Wer den Papst ablehnt, lehnt automatisch auch die katholische Kirche ab und läuft damit massive Gefahr, sich selbst zu exkommunizieren. (Zumindest dann, wenn die Betreffenden wissen, dass ihre Ablehnung des Papstes kirchenrechtlich gesehen eine Straftat und damit ein Schisma ist. Ob sie gleichzeitig auch wissen müssen, dass dieses Schisma zur automatischen Exkommunikation führt, diese Frage bleibt dabei unbeantwortet. Die Exkommunikation tritt als Tatstrafe automatisch in dem Fall ein, wenn der Papst bewusst abgelehnt wird.)
Viele trennen sich somit vielleicht sogar ganz ungewollt von der Gemeinschaft der Gläubigen und von dem damit verbundenen Gnadenstrom, an dem alle Katholiken ganz automatisch teilhaben dürfen, weil sie Teil des mystischen Leibes Christi sind. Eine Ablehnung des Papstes ist im Grunde sogar noch mehr als "nur" eine Ablehnung eine Person und der Lehre der katholischen Kirche. Die Ablehnung des Papstes ist im Grunde eine Ablehnung der Wahl des Heiligen Geistes, denn der Papst wird ja "quasi afflati Spiritu sancto" gewählt (wie vom Heiligen Geist selbst gewählt). Dass die Ablehnung der Wahl des Heiligen Geistes als nicht segensreich zu werten ist, dürfte klar auf der Hand liegen.

Warum aber lehnen dennoch so viele Katholiken Papst Franziskus als wahren Nachfolger Petri und Stellvertrer Jesu Christi ab?


Der Grund liegt wohl daran, dass auch die Bibel in den Offenbarungsschriften des Johannes "Unheilvolles" ankündigen. Auch hier wird von einem Kommen des Antichristen in der Endzeit gesprochen. Allerdings: Es steht hier an keiner Stelle geschrieben, dass dieses Kommen mit dem Papsttum zu tun habe. Wie auch: Nach katholischem Glauben ist es der Heilige Geist selbst, der die Wahl vornimmt; die Kardinäle sind nur seine Werkzeuge. Gott widerspricht sich nicht. Er wird wohl kaum einen Papst wählen, der seine Kirche in den Abgrund führen wird. Jesus selbst hat gesagt: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,20). Gott wird seiner Kirche ganz sicher nicht einem Diener des Antichristen vorstehen lassen.

Vorischt vor Irrlehren: Eine Mahnung des Kirchenlehrers Franz von Sales


Auch der Kirchenlehrer Franz von Sales äußerte sich in puncto Irrlehren und Privatoffenbarungen:

„Alles ist gesichert im Gehorsam, alles ist verdächtig, was außerhalb des Gehorsams geschieht... Wer sagt, er habe Eingebungen, und sich weigert, den Vorgesetzten zu gehorchen und Ratschläge zu befolgen, der ist ein Betrüger. Alle Propheten und Prediger, die von Gott erleuchtet waren, haben immer die Kirche geliebt, immer ihrer Lehre angehangen ... Daher sind die außergewöhnlichen Sendungen teuflische Illusionen und nicht himmlische Einsprechungen, wenn sie nicht von den Hirten, die die kirchliche Sendung haben, anerkannt und gutgeheißen sind, denn damit stimmen Moses und die Propheten überein“ (Abhandlung über die Gottesliebe, II. Teil).

Ganz klar geht auch Franz von Sales auf die Problematik ein, dass es Seher, Propheten und dergleichen gibt, die den Gehorsam zur Heiligen Katholischen Kirche missen lassen. Und wenn man bedenkt, dass Jesus von  Schwester Faustyna (kirchlich anerkannt) unbedingten Gehorsam den Weisungen der Vertreter seiner Kirche (gegenüber ihrem Beichtvater und Seelenführer, dem Bischof und dem Heiligen Vater) forderte, dann ist es nur schwer vorstellbar, dass er selbst in ominösen Warnungsbotschaften zum Ungehorsam aufruft. Noch dazu, weil er angeblich keine Zeit hätte, die Botschaften von der Kirche prüfen zu lassen ...

Dennoch: 

Es gibt Privatoffenbarungen, die sehr wohl echt sind!


 Es gibt Privatoffenbarungen, die sehr wohl echt sind!  Und es gibt auch Privatoffenbarungen, die sehr gute Früchte zeigen, deren Echtheit vonseiten der Kirche aber noch nicht bestätigt sind. Gründe hierfür können sein, dass zum Beispiel die Erscheinungen noch andauern, wie das beispielsweise in Medjugorje der Fall ist.
Solange die Erscheinungen noch andauern, ist es auch äußerst unwahrscheinlich, dass die Kirche überhaupt ein Urteil sprechen wird. Das ist auch gut so, denn Offenbarungen, die in der Zukunft liegen, können ja nicht schon vorweg als gutgeheißen werden. Wenn die Erscheinungen beendet sind – wenn man von einem Beenden in diesem Sinne sprechen kann –, kann es immer noch Jahre dauern, bis die Kirche zu einem einstimmigen Urteil kommt. Auch das ist nachvollziehbar: Die Prüfung der Echtheit eines Erscheinungsortes sowie die Prüfung der Botschaften auf die Übereinstimmung mit der Lehre der Heiligen Katholischen Kirche ist sehr umfangreich. Ein Urteil kann also wirklich sehr lange auf sich warten lassen.


Zum Thema Privatoffenbarungen bleibt also festzuhalten:



Zahlreiche Erscheinungsorte weisen sehr gute Früchte auf, können aber auf kein abschließendes Urteil der Amtskirche verweisen. (In beispielsweise Schio oder auch an anderen Orten ist das der Fall.) Kein Urteil der Kirche bedeutet aber nicht, dass die Kirche ausschließt, dass die Erscheinungen nicht doch echt sind. Gläubige sollten einfach vorsichtig sein und nach dem Grundsatz vorgehen: (1. Thessalonicher, Kapitel 5 Vers 19-20) Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles. Das Gute behaltet,"


Privatoffenbarungen wie die Warnung (das Buch der Wahrheit), JNSR, Manduria, die Annabotschaften usw. – sie sind kein verpflichtendes Glaubensgut



Egal, ob die Kirche schon ein Urteil über die Echtheit der unterschiedlichsten Privatoffenbarungen gefällt hat oder nicht: KEINE Privatoffenbarung ist verpflichtendes Glaubensgut. Die anerkannten Privatoffenbarungen sind ein Zusatzangebot der Kirche. Niemand muss an sie glauben. Man darf aber an sie glauben. Und wenn sie geprüft wurden, dürfen die Gläubigen auch den Weisungen der Privatoffenbarungen folgen. Verpflichtend oder heilsnotwendig sind Privatoffenbarungen aber nie!

Zum Weiterlesen:


Die automatische Exkommunikation von Maria Barmherzigkeit Gottes und ihre Anhänger (Quelle Herz Mariens)


'Die Warnung' ist eine extrem gefährliche Falschprophetie (Quelle kath.net – katholische Nachrichten)