Gott soll beweisen, dass er auch heute noch Wunder tut? Er hat es getan. Das Hostienwunder von Lanciano überzeugt auch die Wissenschaft!

Das Hostienwunder von Lanciano: ein eucharistisches Wunder der Superlative 




Ist das Hostienwunder von Lanciano wirklich Fleisch und Blut Christi? Was sagt die Wissenschaft dazu? Ist das eucharistische Wunder echt?

Das wohl bekannteste aller eucharistischen Wunder, die sich im Laufe der Kirchengeschichte je zutrug, dürfte zweifelsohne das Hostienwunder von Lanciano sein, das sich im achten Jahrhundert in Lanciano bei Chieti in Italien während der Feier der Heiligen Messe ereignete. Die priesterlichen Wandlungsworte während der Eucharistiefeier bewirkten an jedem Tag ein sichtbares Wunder: Die Heilige Hostie verwandelte sich vor den Augen eines Basilianermönchs, der selbst von Glaubenszweifeln geplagt wurde, in echtes Fleisch und der Wein in echtes Blut. Der zweifelnde Mönch soll erst nach einem längeren Innehalten, das von Verwirrung, aber auch von Ekstase geprägt gewesen sein soll, den Anwesenden unter Tränen verkündet haben, dass Gott, um seinen Unglauben zu beschämen, ein Hostienwunder bewirkt habe. Das fromme Volk kam zum Altar, um mit eigenen Augen das Wunder zu sehen und um Gott um Barmherzigkeit zu bitten. Es dauerte nicht lange, bis sich die Nachricht vom sonderbaren Hostienwunder in der ganzen Stadt herumsprach. Groß und Klein eilten alsbald unter Reueakten herbei und riefen eindringlich die göttliche Barmherzigkeit an.

Das Hostienwunder von Lanciano – ist das eucharistische Wunder echt?


Das Hostienwunder von Lanciano kann auch heute noch "besichtigt" werden. Die wundersame Hostie wird in einer Monstranz zwischen zwei Glasscheiben aufbewahrt. Sie ist bis heute unverwest. Medizinische Untersuchungen aus dem Jahr 1574 sollen zudem ein weiteres Wunder offeriert haben: So soll sowohl das Gewicht der einzelnen Blutkörperchen als auch das Gewicht des gesamten Blutes exakt 16,505 Gramm betragen. Doch das ist noch nicht alles. Die katholische Kirche erklärte sich am 18. November 1970 in Gegenwart des Erzbischofs, der Patres sowie in Anwesenheit von Prof. Dr. Odoardo Linoli dazu bereit, das Hostienwunder von Lanciano einem eingehenden wissenschaftlichen Gutachten unterziehen zu lassen. Das eucharistische Wunder sollte also unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten genauestens untersucht werden. Diese Untersuchung soll mehrere Monate gedauert haben.

Wissenschaftliches Gutachten zum Hostienwunder von Lanciano


Nachdem nicht nur die Monstranz und der Kelch, sondern auch das Hostienwunder selbst unter strengsten wissenschaftlichen Bedingungen überprüft wurden, kamen die Wissenschaftler zu folgendem Ergebnis, das auch von Ruggiero Bertelli, Professor für Histologie an der Universität Siena, am 26.02.1971 bestätigt wurde: Es handelt sich um echtes, menschliches Fleisch mit der Blutgruppe AB, das über fast zwölf Jahrhunderte hinweg vollkommen unversehrt blieb, obwohl es physisch-atmosphärischen und biochemischen Kräften ausgesetzt war und mit keinerlei Konservierungsstoffen versehen war und ist. Zum Blut konnte festgehalten werden, dass es sich um echtes, menschliches Blut mit der Blutgruppe AB handelt. Wirklich wundersam hier ist aber, dass sowohl das elektrophoretische Profil als auch das prozentuale Verhältnis der Proteine einem frischen Blutserum entsprechen, keinem totem. Ebenfalls interessant: Auch die Blutspuren auf dem Turiner Grabtuch sollen zur Blutgruppe AB gehören – eine früher typisch jüdische Blutgruppe (neben den Juden hatten im Grunde nur die Inder die Blutgruppe AB).

Beweist die wissenschaftliche Prüfung des Hostienwunders von Lanciano den christlichen Glauben?


Freilich kann auch mit dieser wissenschaftlichen Untersuchung der christliche Glaube nicht bewiesen werden – zum Nachdenken regt das Ergebnis aber allemal an. Und Katholiken wissen ohnehin: Wunder sind nicht die Grundlage ihres Glaubens, sondern vielmehr ein Zeichen, das die Gemeinde in ihrem Glaubensalltag erbauen soll.

Literaturempfehlung zum Thema "Eucharistisches Wunder: das Hostienwunder von Lanciano": Bruno Sammaciccia: Das Eucharistie-Wunder von Lanciano.